Sonntag, 20. September 2009
Grand Theft Auto 4 im Test
Story
Rockstar versprach bei der Ankündigung von GTA IV eine Revolution. Dieses mal wird es nicht eine weitere GTA 3 Fortsetzung werden, nein es handelt sich hier wirklich um einen vierten teil.
So wurde auch die Story revolutioniert. Zum ersten mal spielt bei GTA nicht ein Mann Amerikanischer Herkunft die erste Geige. Um genau zu sein geht es im ganzen Spiel um Niko Bellic, einem serbischen Immigranten.
Niko ist ein Veteran aus irgend einem nicht näher genannten Balkankrieg und gibt das während dem Spiel immer wieder zu Protokoll. Im Laufe des Spiels erfährt man dann auch warum er wirklich in Liberty City (New York) ist. Angeblich wäre seine Einheit im Krieg verraten worden. Von der gesamten Gruppe hatten damals nur 3 überlebt und der, den Niko für den Verräter hält, ist in Liberty City sesshaft geworden.
Vielleicht sollte ich auch noch angeben, dass Niko in Europa nach dem Krieg als Arbeiter auf einer Fähre im Adrischen Meer rumgetourt ist. Ausserdem hält ihn sein ehemaliger Boss für einen Dieb. Genug Ärger ist also vorprogrammiert.
1 150x150 Grand Theft Auto 4 im TestNiko kommt als Arbeiter auf einem Schiff mitten in der Nacht in Liberty City an und wird von seinem Cousin Roman abgeholt. Roman scheint mit Niko in Serbien aufgewachsen zu sein. Ansonsten kann man sich die im Laufe des Spiels erzählten gemeinsamen Kindheitsgeschichten der Beiden kaum erklären. Roman ist aber leider nicht wie von Niko angenommen stinkreich und von Models umgeben, sondern ziemlich pleite. Man könnte ihn eher als einen heruntergekommenen, schüchternen und erfolglosen Taxiunternehmer beschreiben.
Viel mehr will ich euch über die Story dann auch nicht erzählen, ansonsten wäre ja alles vollgespoilert :)
Was ich euch jedoch mit gutem Gewissen erzählen kann, ist, dass man während dem Spiel öfters über das Schicksal anderer entscheiden wird. So gibt es eine Stelle im Spiel in der Person X dir befiehlt Person Y umzulegen. 2 Minuten später ruft Person Y an und will Person X tot sehen.
Grafik
Die Grafik ist auf dem neuesten Stand der Technik. In praktisch allen Bereichen hat Rockstar erstklassige Arbeit geleistet.
Das Meer schaut genial aus. Wenn man mit einem Boot herumdüst, werden die vom Boot geschlagenen Wellen physikalisch korrekt dargestellt. Man kann zum Beispiel sogar stylisch über von anderen Booten geschlagene Wellen rüberfahren und damit das Boot einige Meter weit zum springen bringen.
Das aber noch imposantere am Spiel ist jedoch die detailreiche Darstellung der Stadt. Etliche bereits aus dem echten New York bekannte Gebäude wurden nachgebildet. So zum Beispiel das „MetLife“ Gebäude welches sich im Spiel GetALife nennt, den Central Park und die Brooklyn bridge.
Auch an die Physik wurde gedacht. Ich bin mir nicht sicher ob Rockstar eine eigene Physikengine für das Spiel entwickelt hat oder sich irgend einer Engine bedient hat. Aber alle Objekte scheinen physikgetreu auf den Boden zu fallen und fliegen auch so weit wie man es im echten Leben erwartet hätte.
6 300x168 Grand Theft Auto 4 im TestVom eher comiclastigeren Grafik-Style hat man sich im vierten Teil verabschiedet. Das gibt dem Spiel einen realistischeren Touch, macht es aber an manchen Stellen extrem brutal. So kann man zB. Wenn man jemanden überfährt an der Stelle des Fahrzeugs an dem der Passant getroffen wurde Blutspritzer erkennen. Auf übertriebene Splatter-Effekte wird aber glücklicherweise verzichtet.
Details
7 300x168 Grand Theft Auto 4 im TestHier alle von Rockstar implementierte Details im Spiel zu erwähnen, wäre unmöglich. Denn an jeder Stelle des Spiels merkt man wie viel Wert Rockstar auf Detailreichtum gesetzt hat. An kaum einer Stelle fällt einem nicht etwas aus dem täglichen Leben auf. Versucht man zB. Über die grosse Brücke zu kommen, müssen Mautgebühren bezahlt werden. Rast man einfach durch, wird man bald von der Polizei gejagt.
Die Charaktere haben auch während dem Spiel eine ziemlich detailreiche, eigene Ausdrucksweise. So verhält sich ein Rasta während den Missionen viel ruhiger als ein mit Steroiden vollgepumpter Bodybuilder. Jeder wichtiger Charakter bekommt auch durch das Verhalten in den erstklassigen Zwischensequenzen so eine realistisch wirkende Persönlichkeit.
3 150x150 Grand Theft Auto 4 im TestFährt man eine Strassenlaterne um, spritzen kurze Momente danach Funken aus den ausgerissenen Kabeln. Fährt man einen Hydranten um, spritzt Wasser aus der ausgerissenen Leitung.
Worauf aber Rockstar bei der Entwicklung des Spiels aber verzichtet hat, ist eine realistische Polizei. Man kann also zB. In einer dicht besiedelten Gegend locker mit geschätzten 200 Sachen an der Polizei durchbrettern ohne von der Polizei gejagt zu werden. Ist aber meiner Meinung nach gut so, denn ein GTA mit nerviger Polizei würde dem Spiel nicht gut tun. Es würde eher nervig rüberkommen. Man kann das also ruhig als gewollten Bug betrachten.
Aus den meisten Spielen ist man sich gewohnt, dass früher oder später die gleichen Charakter auftauchen. Man kann ja nicht 2′000 verschiedene Charaktere zusammenstellen und im Spiel integrieren. Nunja, anscheinend hat Rockstar genau das geschafft. Denn im ganzen Spiel scheint kein einziger Charakter gleich wie ein anderer rüberzukommen.
Wettereffekte wurden bei GTA 4 natürlich auch nicht aussen vor gelassen. Bis auf Schnee sind im Spiel praktisch alle üblichen Wetterzustände implementiert. Auch hier wurde auf Details geachtet: Bei Regen haben praktisch alle Passanten einen geöffneten Regenschirm und die gesamte Stadt wird grau. Wenn’s blitzt und donnert vibriert der Controller. Und auch auf Motorräder sollte man bei Regen verzichten.
Schiessereien
4 300x168 Grand Theft Auto 4 im TestWie alles andere im Spiel wurden auch die Schiessereien komplett überarbeitet. Ein ausgeklügeltes Deckungs- und Feuersystem sollte auch dem grössten Neuling einen einfachen Einstieg in die Mafiawelt erleichtern.
Kurze Erklärung: Man nimmt zuerst an einer Wand oder an einem Auto Deckung. Danach sucht man sich sein Ziel aus, und bei gegebener Gelegenheit kommt man leicht aus der Deckung heraus und schiesst den Feind ab. Hört sich kompliziert an, ist aber simpel und mit der Betätigung von 3 Buttons erledigt.
Fahrzeuge
Praktisch alle im Spiel vorhandenen Fahrzeuge „stammen“ von echten auch uns bekannten Fahrzeugen ab. Obwohl das Design nie 100% den echten Vorbildern nachempfunden ist, wird dies vor allem bei den Luxusfahrzeugen offensichtlich.
5 150x150 Grand Theft Auto 4 im TestSo ist zB. Die im Spiel als „Sentinel“ bekannte Limousine offensichtlich einem Bmw M3 nachempfunden. Ein Lamborghini nennt sich im Spiel „Infernus“. Ein Porsche 911 klon nennt sich im Spiel „Comet“ und ein Ferrari 360 ist als „Turismo“ bekannt. Auch Bentleys, Chrysler und andere bekannte US-Marken sind vorhanden.
Kaum ein anderes Spiel bietet solch ein Schadensmodell. Lediglich Need For Speed Pro Street und Forza Motorsport 2 kommen annähernd an das Schadensmodell von GTA heran. So verlieren Fahrzeuge nach einer Kollision nicht lediglich Anbauteile wie Stossstangen und Spiegel, nein sie verformen sich regelrecht.
Ich nehme an, Rockstar konnte sich solch ein realistisches Schadensmodell leisten weil man nicht auf Markennamen gesetzt hat. Automarken haben nämlich auch etwas dagegen, wenn ihre Autos virtuell zu Schrott gefahren werden können.
Was sich auch hier geändert hat, ist die Art wie ein Fahrzeug seinen Geist aufgibt. Während man sich bei GTA 3 & Co. mit einem brennenden Fahrzeug vorfand, stellt sich der Wagen bei GTA 4 ab und springt nicht mehr an. Ab und zu fängt das Fahrzeug dennoch feuer. Das ist aber eher der Fall wenn man durchgehend beschossen wird. Für Abwechslung ist also gesorgt :-)
PS: Hubschrauber, Boote, Motorräder und Autos können gefahren werden. Fahrräder sind leider nicht mit von der Partie. Warum auch immer.
Was fehlt?
2 300x168 Grand Theft Auto 4 im TestWer GTA – San Andreas gespielt hat, weiss wie lustig manche Verfolgungsjagden auf dem Fahrrad werden konnten. Warum auch immer: Die Entwickler haben in GTA 4 keine Bikes integriert. Man kann sich also nicht in einen Park begeben und mit dem Bike einige Moves hinlegen.
Was mir auch fehlt ist die Fähigkeit meinen Charakter vollzufressen. In San Andreas konnte ich meinen Charakter trainieren, ihn stärken oder ihn mit Fastfood vollstopfen und regelrecht mästen. Auch solch ein Feature fehlt.
Freunde
Am Anfang kennt man nur seinen Cousin Roman. Im Verlauf des Spiels jedoch kann man sich eine beträchtliche Zahl von Freunden zulegen. Diese stehen Niko dann für eine Sauftour, zum Bowlen oder Dart spielen zur Verfügung.
Aber seid gewarnt: Wenn ihr nach einer Sauftour mit einem Kumpel in ein Auto steigt (sofern ihr das überhaupt noch hinbekommt), werdet ihr von der Polizei verfolgt. Don’t drink and drive! :-P
Wieder mit von der Partie ist eine Freundin. Mit der könnt ihr euch ebenfalls betrinken und eher spezielleren Spass haben. ;-)
Handy
Bei GTA IV gibt es kein Hauptmenu. Das eigentliche Hauptmenu ist das euch bei der Ankunft geschenkte Handy. Interessanterweise kann man damit sogar bei der Polizei anrufen wenn man gerade einen Polizeiwagen stehlen muss. Viele Befehle werden durch eine eingehende SMS erteilt.
Will man einen Freund anrufen geschieht dies durch eine Auswahl im Handymenu. Später kann man mit einem besseren Handy sogar Fotos schiessen und an Kontakte schicken. Auch bekommt man im späteren Verlauf des Spiels das Foto der Zielperson während der Mission auf das Handy zugeschickt.
Das Handy wurde also komplett im Spiel integriert und spielt auch während den Missionen immer wieder eine Rolle.
Multiplayer
mp3 150x150 Grand Theft Auto 4 im TestBereits damals beim Erscheinen von GTA 3 wurde von Fans versucht mit dem Einsatz von Modifikationen ein halbwegs spielbares Mutiplayerfeature zu integrieren. Dies misslang aber kläglich und schaffte es nie komplett zu einer Verbreitung.
Der vierte Teil des Gangster-Epos bringt dieses Mal aber auch Futter für Multiplayerfreaks. Sage und schreibe 14 Multiplayermodis sind verfügbar. Ob alle sinnvoll sind, müsst ihr wohl selber herausfinden. Einige davon machen aber mächtig Spass!
GTA 4 kommt mit folgenden Multiplayermodis daher
Deathmach
Typisches Deathmatch. 2-16 Spieler bekämpfen sich auf einem Areal.
Race
Wähle dein Auto aus und fahre gegen andere Mitspieler um den ersten Platz!
GTA Race
Mario Kart auf GTA-Art. Fahre rennen gegen Mitspieler und schiesse sie bei bedarf mit Hilfe von etlichen Waffen ab, die auf den Strassen herumliegen.
mp2 150x150 Grand Theft Auto 4 im TestMafiya work
Hier muss die Arbeit der Mafia erledigt werden. Am besten noch vor den anderen, damit man auch noch an irgend eine Belohnung kommt. ;-)
Car Jack City
Der Boss sagt welche Autos er haben will und ihr müsst ihm diese besorgen. Passt aber auf Fahrzeugschäden auf. Je beschädigter das Fahrzeug, desto weniger die Bezahlung.
Team Deathmatch
Pro abgeschossenem Gegner bekommt deine Crew Geld. Die Crew mit am meisten Geld nach dem Ablaufen des Zeitlimits gewinnt.
Team Mafiya Work
Dein Team erledigt Arbeiten für die Mafia. Das Team, welches am Schluss mit am meisten Geld da steht, gewinnt.
Team Car Jack City
Teamversion von Car Jack City. Das Team mit am meisten Geld gegen Schluss gewinnt.
Cops ‘n Crooks
Ein Team gehört der Klasse Verbrecher an und muss verschwinden. Das andere Team spielt die Polizistenrolle und muss die anderen von der Flucht abhalten.
Turf War
Eine kleine Fläche geniert Geld für ein Team. Das andere Team muss versuchen diese Fläche zu erobern um selbst an Geld zu kommen.
Deal Breaker
Es läuft gerade ein Deal zwischen zwei Banden ab und du musst mit deinem Team versuchen den Deal zu zerstören. Töte alle Zeugen.
mp 150x150 Grand Theft Auto 4 im Test Bomb Da Base
Eine verfeindete Gang ist im Besitz von einem Schiff, welches du mit zwei Sprengsätzen auf den Grund des Meeres verfrachten musst.
Hangmans Noose
Die Polizei hat dich umstellt. Versuche mit deinem Team abzuhauen solange du noch kannst.
Free Mode
Ziemlich selbsterklärend. :-) Alle gegen alle in einer offenen Stadt.
XBOX 360 vs. Playstation 3
Grafikmässig scheinen sich die beiden Versionen nicht zu unterscheiden. Darüber könnt ihr euch hier eine Meinung bilden.
Angeblich seien die Ladezeiten dank der Installation auf der PS3 küzer geraten. Das kann ich leider nicht beurteilen weil ich das Spiel bisher nur auf der 360 erlebt habe. Aber auch hier braucht das Spiel selten länger als 10 Sekunden zum laden.
Was aber ein Pluspunkt für die Xbox 360 Version darstellt, ist dass Microsoft exklusiven GTA IV Content für die Xbox 360 Version in den kommenden Monaten über die Xbox Live Plattform veröffentlichen wird.
Fazit
Den vierten Teil von Grand Theft Auto kann man getrost als bisheriges Spiel des Jahres betrachten. Eigentlich ist es das detailreichste bisher erschienene Spiel. Kein Crysis, kein Halflife und kein Metal Gear Solid kommen an den Detailreichtum von GTA IV ran. Als bestes Spiel aller Zeiten würde ich es nicht bezeichnen. Denn dafür sind Geschmäcke einfach zu verschieden.
Die Grafik ist bombastisch, alle Multiplayermodis überzeugen, die Story ist genial und es macht Spass! Jedoch fehlt mir die fehlende Integration von Fahrrädern und solchen „Fitness Features„ im Spiel. Darum bekommt das Spiel von mir eine 9.5er Wertung.
Absolut empfehlenswert und allemal das Geld wert.
Montag, 14. September 2009
Soul Calibur IV (Xbox360)
Nachteile: Story ist mir bisschen zu Mager
Hallo,
Heute geht es um Soul Calibur 4
Charakter :
Es gibt etlich Charakter zu Entdecken,dazu kann man sich noch eigene Charakter erstellen.
Wie Auf den Logo Bei der Xbox 360 gibt es Yoda und bei der Ps3 Darth Vader.
Nach einer gewissen Zeit wurden die Aber im Xbox 360 markt und im Playstation Store zum Kauf verfügtbar gestellt.
Yoda beim Playstation Store und Darth Vader beim Xbox 360 Markt
Dazu gibt es einen weiteren Bonus Charakter wer das ist möchte ich hier nicht sagen .Aber ich sage es mal so er hat auch ein eigenes Game.
Und man schaltet ihn frei indem man den Arcarde modus mit Yoda oder Darth Vader durchspielt.
Grafik:
Die Grafik ist auf den Stand aller Dinge.
Die einzelenen Attacken sowie Combos oder die Crit Finish sind schön in Szene gesetz.
Waffen:
Die sind Von Stil zu Stil unschiedlich von Laserschwerten bis hin zu Samurei Schwertern bis hin zu Dölchen usw .Man kann je nach Stil verschiedene Waffen auswählen und auch Freispielen.
Welche Waffe kommt ganz auf den Stil an.
Gameplay.
Das Ziel jedes Beat em Up,ist den Gegner solange zu verhauen bis er Ko.Nachdem wir uns einen beliebgen Kämpfer ausgesucht haben.Und wir die kurze Ladezeit gewartet haben,geht es los.
Jetzt müssen wir durch a=Wildes Tastengedrücke oder b = gezieltes Tastengedrücke den Gegner ausschalten.Der Kampf selber läuft sehr flüssig ab.
Hier ist auch nochmal nen Link für nen Gameplay
http://www.youtube.com/watch?v=S3EgbJMq8NA&fe ature=related
Fazit:
Dieses Game ist ein gutes Beat em Up Game .
Die Beat em Up Fans sind nicht nicht schlecht beraten wenn sie dieses Spiel kaufen.Neueinsteiger kann ich es auch empfehlen ,weil man am anfang noch durch wildes Tasten gedrücke schnell weiter kommt.
Dienstag, 8. September 2009
Uncharted 2: Among Thieves Demo-Termin bekannt
Die Anspiel-Variante des potentiellen Blockbusters hat jetzt auch einen Release-Termin erhalten - und zwar den 29. September. Dann wird diese kostenlos im PlayStation Store erscheinen.
Die Vollversion von Uncharted 2: Among Thieves soll in den USA am 13. Oktober und in Europa zehn Tage später, am 23. Oktober, exklusiv für PlayStation 3 auf den Markt kommen.
Batman: Arkham Asylum - Test
Joker macht Stress
Glücklicherweise steht das Gameplay der Story dabei in absolut nichts nach. Das Studio Rocksteady, das bisher lediglich durch den mittelprächtigen Actioner Urban Chaos: Riot Response bekannt wurde, hat sich in Sachen Leveldesign und Spielablauf nämlich selbst übertroffen.
In der Schlacht Mann gegen Mann offenbart Arkham Asylum sein wahres Potenzial. Die Kämpfe laufen unglaublich flüssig ab und lassen das Gamepad glühen.
Das ganze Spiel baut auf dem erläuterten Gegensatz Batmans auf. Zum einen ist er bärenstark, flink und gerissen, zum anderen aber auch verwundbar. So kann er es locker auch mit mehr als fünf unbewaffneten Flüchtlingen aufnehmen, sollte sich aber schleunigst verziehen, wenn die ersten Messer und Kugeln in seine Richtung fliegen. Das sorgt dafür, dass man immer auf der Hut sein muss und sich die Begegnungen mit einzelnen Gegnern oder ganzen Gruppen von Bösewichten unterschiedlich spielen. Manchmal kann man sich einfach in die Schlacht stürzen und das exzellente Kampfsystem genießen, dann wieder muss man durch taktisch kluges Vorgehen brillieren, sich anschleichen und Feinde leise ausschalten.
Der sogenannte Detektiv-Modus, den man per Knopfdruck akitiveren kann, steht einem dabei als hilfreiches Gimmick zur Seite. Während das Bild in ein schemenhaftes Blau getaucht wird, erkennt man bestimmte Hilfsmittel, wie Wasserspeier, Lüftungsschächte und Mauern, aber auch wie stark ein jeweiliger Gegner ist.
Neben der toll inszenierten Geschichte warten auch jede Menge Sidequests, sowie ein fordernder Herausforderungsmodus auf den Spieler.
Unbewaffnete Schergen werden dabei durch ihre grüne Färbung, mit Pistolen, Messern oder Elektroschockern ausgestattete Feinde durch eine rote Färbung gekennzeichnet. Dadurch wird schnell klar, wie man vorzugehen hat. Außerdem benötigt man den Detektive-Modus für einige der gut inszenierten Rätsel. Ist dieser aktiviert kann man beispielweise Fingerabdrücke an den Wänden besser erkennen oder auch schon einmal einer Alkoholfahne, die dann sichtbar wird, folgen. Wenn es also darum geht, bestimmte Figuren ausfindig zu machen, kann sich jener Modus als äußerst hilfreich herausstellen.
Im Gegensatz zu den meisten anderen übernatürlich starken Kraftprotzen verdient sich Batman seinen Titel als Superheld nicht durch einen so gut wie unverwundbaren Körper.
Batman ist aber dennoch viel mehr ein ganz normaler Mensch, zumindest im physischen Sinne. Seine Stärke? Antrainiert. Sein Geist? Angeboren und gepflegt. Seine Vorgehensweise? Clever. Diese drei Punkte lassen ihn über die Normalbevölkerung hinauswachsen und durch die Tatsache, dass er somit, bis auf seinen menschlichen Körper, keinerlei echte Schwachstelle, so wie andere Superhelden, aufweist, darf man ihm ebenfalls einen gewissen Vorteil gegenüber seinen Kollegen nicht absprechen.
Grafisch präsentiert sich Arkham Asylum nicht nur zeitgemäß, sondern extrem detailliert und wunderschön, auf eigene, düstere Weise.
Gotham City kann sich jedenfalls glücklich schätzen, einen solchen „Übermenschen“ in den eigenen Reihen zu haben, schickt sich der fiese Joker doch einmal mehr an, die Stadt zu vernichten. Seine Herangehensweise ist dabei auch dieses Mal genial: Zunächst bringt er Arkham Island, ein Gefängnis für besonders bösartige Subjekte vor der Küste von Gotham City, unter seine Kontrolle und will die Stadt dann mit ihrer Hilfe ins Chaos stürzen und letztlich dem Boden gleichmachen. Doch wir wollen nicht zu viel von der spannenden und wendungsreichen Geschichte preis geben, sie kommt allerdings gewohnt abwechslungsreich und fesselnd daher, so dass man allein wegen ihr bis zum Schluss wie gebannt am Pad sitzt.
Samstag, 5. September 2009
Spieletest: Infamous
Infamous: Gut und böse
Die fiktive Metropole Empire City versinkt nach der Detonation im Chaos und wird von der Regierung hermetisch abgeriegelt. In diesen Wirren versucht Cole mehr über seine neu erworbenen Fähigkeiten herauszufinden und gleichzeitig für Ruhe und Ordnung zu sorgen. An Gegenspielern mangelt es ihm dabei nicht: Die Stadtviertel werden nun von Verbrecherbanden kontrolliert, die das Chaos ausnutzten, um sich an die Macht zu schwingen. Angeführt werden die einzelnen Gruppierungen ebenfalls von Menschen mit Superkräften. Als wäre dies nicht genug, kann der Protagonist auch noch die Bürger der Stadt sowie die Sicherheitskräfte gegen sich aufbringen, je nachdem wie er handelt. An bestimmten Stellen wählt ihr nämlich zwischen zwei Vorgehensweisen. Selbstloser Streiter oder brutaler Egoist - InFamous überlässt euch die Entscheidung, aber ihr tragt auch die Konsequenzen.
Für jeden besiegten Gegner und jede geschaffte Mission erhält eure Spielfigur Erfahrungspunkte. Diese investiert ihr im Kräftemenü in verbesserte Superkräfte oder erhöhte Widerstandskraft. Je nachdem wie euer Heldenstatus ist, also ob ihr gut oder böse durch Empire City schlurft, stehen euch andere Fähigkeiten zur Verfügung. Im Verlauf des Spiels greift ihr auf immer desaströsere Mittel zurück, um euch eurer Gegner zu entledigen. Wie es sich für einen Superhelden in einer Großstadt gehört, erklimmt ihr auch so ziemlich jedes Gebäude, das in die Gegend gepflanzt wurde. Oftmals ist dies auch nötig, wenn etwa ein Zielpunkt auf dem Dach eines Hochhauses liegt oder wenn ihr allerlei Fluggerätschaften verfolgen und ausschalten sollt. Aber auch das normale Fußvolk lässt sich aus erhöhter Position leichter mit Elektrizität brutzeln.
Grafisch ist InFamous durchaus schick anzusehen, wenn auch kein Überflieger. Die Zwischensequenzen hingegen trafen genau unseren Nerv: schicke Comic-Strips - passend zum Superhelden-Thema. Die Soundeffekte und die Sprachausgabe sind ebenfalls gelungen, die deutschen Sprecher machen einen guten Job und verleihen den einzelnen Figuren einen wiedererkennbaren Charakter. Die gelungene Steuerung ermöglicht flüssiges Kämpfen und spektakuläre Stunts. Leider ist die gelungene Steuerung auch ein Kritikpunkt. Klingt wie ein Widerspruch - ist es aber nicht. Bei Stunteinlagen funktioniert die Steuerung wie erwähnt tadellos, man landet automatisch auf Geländern, Vorsprüngen und dergleichen. Will man jedoch zwischen zwei Geländern landen oder auch über ein Hindernis springen bleibt man oft hängen. Gerade in hektischen Situationen ist so etwas nervig. Hin und wieder versagte die Steuerung sogar total und man segelte in einen Abgrund, weil sich die Spielfigur partout nirgendwo festhalten wollte. Zudem wiederholen sich die Nebenmissionen nach einer Weile und langweilen im Vergleich zu den spannenden Storyaufträgen. Das alles ist jedoch Meckern auf einem hohen Niveau. Open-World-Anhänger, Actionfreunde und Superheldenfans werfen getrost einen Blick auf InFamous, es lohnt sich.
God of War 3
Sony hat es sich natürlich nicht nehmen lassen God of War 3 auf seiner Pressekonferenz in all seiner Pracht zu zeigen. Vorgespielt wurden der Meute die ersten paar Minuten Gameplay.
Kratos schnetzelte sich in bester Serientradition durch eine antike Stadt, die gerade vom Titanen Atlas (?) gebeutelt wurde. Da die Titanen auf seiner Seite stehen, ist Kratos' Ziel wohl gerade Helios, der Sonnengott, der über die Szenerie flattert und Feuerbälle verschießt.
Das Gameplay sieht gewohnt gut aus. Kratos ist es mittlerweile anscheinend möglich, seinen Gegner zu greifen, vor sich zu halten und mit ihm andere Feinde zu rammen. Auch gibt es offenbar pro Gegnertypen mehrere Finisher, die wie immer in brutalen QTEs zelebriert werden.
Das Weihnachtsgeschäft verpasst mein Lieblingsgrieche allerdings wieder einmal: God of War III erscheint im März 2010.
Doch wer glaubt Sony hätte kein Ass im Ärmel, der hat sich ganz schön getäuscht, denn noch im Jahre 2009 kommt GoW I und II auf Blueray raus ! Also als Ps 3 Edition !!